11.01.2009
gaza-krieg: weißer phosphor, oder nicht?

human rights watch fordert die israelische administration auf, die verwendung von weißem phosphor im gaza-krieg umgehend zu stoppen, da dieser nur für den einsatz in dünn besiedelten gebieten und zum verschleiern von truppenbewegungen erlaubt ist und – nach ansicht der menschenrechtler – eine verwendung in dicht besiedelten gebieten wie dem gaza-streifen von internationalem recht ausgeschlossen wird. sprecher der israelischen administration erklärten sowohl human rights watch wie auch reportern von cnn und al jazeera gegenüber, dass die israelische armee keinerlei weißen phosphor einsetzt. auf fotos und live-bildern aus dem gaza-streifen und in berichten aus krankenhäusern von verbrennungsopfern ergibt sich jedoch ein anderer eindruck.
weißer phosphor entzündet sich selbst allein durch den kontakt mit dem in der luft enthaltenen sauerstoff und brennt dann mit einer 1300 grad celsius heißen flamme unter starker entwicklung von weißem rauch, der in größeren mengen gesundheitsschädlich ist.