
während heute vormittag im bundespresseamt die 5 größten deutschen provider (telekom, alice usw.) freiwillig einen vertrag – in dem sie sich zur filterung einer vom bka unkontrolliert erstellten sperrliste für domains verpflichten – mit dem bka unterschrieben (zu dem sie in den letzten wochen von familienministerin von der leyen gedrängt worden waren), demonstrierten vor dem gebäude in berlin mitte gut 500 bürgerrechtler und internetaktivisten gegen diese selbstverpflichtung. auf die frage eines teilnehmers einer besuchergruppe, ob denn die anwesenden für die verbreitung von kipo-material wären, wenn sie gegen die zensur des internets demonstrieren, antworte ein demonstrant, dass dies keineswegs der fall sei und zensur nicht zur lösung des problems beitragen kann, sondern für eine effektive bekämpfung der ursachen demonstriert würde (z.b. sperrung der server).
zu lesen waren transparente mit der aufschrift „von layen regiert“, „wer zensiert hat angst vor der wahrheit“, „für wirksamen kinderschutz gegen zensur“, „zensurprovider sonderkündigen“ und „hört endlich auf uns anzulügen“.
an einem holzzaun in alt-friedrichsfelde 7-8 wurde die mit kreide in blockbuchstaben, ca. 10 cm hoch, geschriebene hetzlosung „wir wollen freiheit” festgestellt. die hetzlosung ist vom regen ziemlich verwaschen.
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