20.08.2007
menschenjagd in mügeln
in der nacht zum vergangenen sonntag wurden in der sächsischen kleinstadt mügeln mehrere inder auf einem stadtfest von 50 (laut zeitungsbericht deutschen) jugendlichen in einer hetzjagd durch die stadt getrieben. wie die leipziger volkszeitung am 19.08.2007 berichtet, könnte ein fremdenfeindliches motiv vorgelegen haben:
„Ein fremdenfeindliches Motiv wird nicht ausgeschlossen“, sagte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Wir ermitteln aber in alle Richtungen.“ Einen Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag), wonach die deutschen Angreifer ausländerfeindliche Parolen brüllten, konnte der Leiter des Direktionsbüros bei der Polizei Westsachsen, Reinhard Böttcher, nicht direkt bestätigen. „Zeugenaussagen zufolge könnte es solche Parolen gegeben haben“, sagte er am Sonntagabend der dpa.
und weiter heißt es in dem bericht:
Bisher sei auch noch unklar, ob die Schaulustigen zustimmend applaudiert „oder einfach nicht eingegriffen“ hätten. „Fakt ist: Der Alkohol hat um diese Zeit eine Rolle gespielt – und außerdem war plötzlich mal was los“, sagte Böttcher.
mit diesem bericht, auf denen andere medien [1] [2] sich inzwischen fast wortgleich beziehen, wird wieder einmal deutlich, dass selbst eindeutige fremdenfeindliche sachverhalte zunächst als „massenschlägerei“ abgetan werden, obwohl sich schon aus den ersten fakten erschließen lässt, dass eine solche hetzjagd nur die folge von fremdenfeindlichen einstellungen sein kann. bedenklich ist vorallem das verhalten der anderen stadtfestteilnehmer, die laut bericht nicht eingriffen und vielleicht sogar applaudierten. weitere details zu diesem unglaublichen vorgang sollen heute veröffenlicht werden.