brasil – uma viagem a um país aspirantes

während in deutschland die entscheidung des bundesverfassungsgericht zur vorratsdatenspeicherung vom 02.03.2010 mit freude aufgenommen wurde und nun endlich wieder weniger umfangreich geschnüffelt werden darf, hatte ich die gelegenheit mir – für viel zu kurze zeit – lateinamerikas auftrebendes immersommerland brasilien anzuschauen. die reise führte von são paulo über paraty, angra dos reis, abraão (ilha grande) und rio de janeiro zurück nach são paulo.

São Paulo, Skyline, HDR

in der 20 mio metropole são paulo traf ich auf eine selbstbewußt-moderne transkulturelle gesellschaft, deren ängste in gated communities, martialischer polizei und panikmedien sichtbar wurden. darüberhinaus leidet die megacity aber vorallem unter dem riesigen verkehrsaufkommen. überfüllte stadtautobahnen, stickiger smog und ein abenteuerliches omnibuskonzept. vorallem architektonisch und kulturell hat sao paulo etwas zu bieten: die pinacotec, den ibiabuera-park mit den bienale-areal, das historische zentrum, die moderne metro im stile des brutalismo, unzählige „lanchonete“ mit lecker gefüllten teigwaren und großer auswahl frisch gepresster säfte für wenig geld, aber auch zahlreiche bars, clubs und restaurants mit preisen pro kilo oder pauschal-buffet.

Rio de Janeiro, Zuckerhut, Favela, HDR

rio de janeiro ist in beeindruckender weise eingebettet in einen wunderschönen teil der antlantikküste und beeindruckt darüberhinaus durch die zahlreichen favelas auf den bergen. an den touristischen hotspots copacabana, christo-statue und zuckerhut geht es entsprechend transkulturell zu, dennoch ist auch an diesen orten die weit verbreitete armut omnipräsent. fliegende händler, obdachlose, dosensammler, aber auch höflich-fordernde bettler, dealer und taschenräuber gehören zum alltag in rio. überraschender weise ist es in den kleineren favelas selbst meist sehr familär und freundlich, aber außerhalb dieser – vorallem im alten centro – muss man als foreigner zu einigen vorsichtsmaßnahmen bereit sein (wenig geld, keine gr. kamera usw.). besonders positiv an rio ist die möglichkeit, mit der metro direkt zum strand fahren zu können.

weitere fotos von der reise sind unter photo.kinra.de veröffentlicht.

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